Immer wieder gibt’s kurze Pausen. Böschi kennt den Weg zum Teil und auch Wasser finden wir überall. Die 3.5 Liter Wasser die ich mit hatte waren echt nur falls ich alleine ginge. Anfangs dachte ich auch, dass ich die Jacke umsonst mit hatte aber der Sturm und die Kälte am Gipfel später belehrten mich anderst. Aber wir waren ja noch nicht am Gipfel.

Zuerst geht’s mal durch eine geile Steilwand im Zickzack, oben raus schon kurz vor 3000hm eine Lagune, gesäumt von weichem Gras in das ich mich bette und wilden Ziegen die relativ zutraulich waren. Weiter, 50% Weg, den Rest über irgendwelches Geröll kommen wir in der Scharte raus und beschliessen ohne Pause auf den Gipfel zu wollen, nur den Rucksack lasse ich da. Die letzten Meter zum Mullhacen sind auch ohne Rucksack eine Qual aber oben zwischen dem Gipfelschreinchen und den Ruinen die rumstehen fhlt es sich schon ziemlich gut an und hinunter springe und tanze ich. Beim Refugio futtern wir ordentlich mit dem Beschluss im Kopfe gleich noch den Veleta, den zweithöchsten Gipfel, dranzuhängen, dann haben wir nur noch den Abstieg. Das machen wir auchund kommen komplett fertig oben an, die Rucksäcke haben wir gleich beim Refugio gelassen und als wir zurück sind wärmen wir uns ein bisschen in der Sonne, dann gibt’s Brot mit Fisch und dann taucht Carmen auf und wir babbeln noch ein bisschen. Carmen macht alleine den Integral (eine Wandertour die alle 3000er der Sierra Nevada abklappert) und ist der  Meinung, dass sie lieber alleine unterwegs ist, maximal zu zweit, denn die Männer mit denen sie unterwegs ist die sind ihr immer zu langsam. Noch eine Gute Nacht – Zigarette, Zähneputzen und dann schreit mein Körper schon nach Bett. Diese Gunst verwehre ich ihm nicht.

Kaum bin ich eingepennt krachen keine Ahnung wie viele, ich she sie nicht, Leute mit ,,Buenos Tardes” rein, ich penn aber gleich wieder weg. Böschi erzählt mir, dass sie noch Bier gesoffen und Suppe gekocht haben, lautstark. Bis ca. 1 in der Früh kommen noch Leute bis die Hütte gerammelt voll ist aber ich bekomme so gut wie nichts davon mit, ich bin so fertig, dass ich fast durchschlafe. Morgends werden alle nach der Reihe wach und wir entscheiden, ohne Frühstück loszuziehen. Der Wind ist so heftig, dass wir trotz schwerem Rucksack schief gehen und da unser Abstieg über einen Bergrücken verläuft wird sich daran auch nix ändern. Im Schatten eines Felsens holen wir Böschis letzte Salami raus und knabbern die nächsten Meter daran. Ziemlich genau 2000hm bis wir unten sind. Der Abstieg verläuft unspektakulär aber interessant. Mittelweich durch Wiesen aus Miniaturlatschen, etwa 10cm bis 20 cm hoch geht’s runter über einen sehr flachen Hang, immer wieder stehen hausgrosse Felsen raus in die coole Biwakplätze gebaut sind. Anschliessend an einer Kraftwerkswasserleitung bis ins Tal. Noch 2 km bis zum sehnlich erwarteten Bier und Essen.  Im Dorf angekommen gleich 2 Tubos (=mittleres Bier) bestellt, aber leider keine Tapas dazu bekommen, scheint noch zu früh. Also weiter ins nächste Ristorante, dort 2 Bier mit Tapas für jeden, dann für Böschi einen spanischen Spiess und für mich eine Fischplatte mit Salat. Wir hatten noch nicht genug Bier, also noch eines im Restaurant und dann zum Supermarkt. Mit – wieder Mal – einem kalten Liter Bier auf ne Parkbank und Böschi erzählt mir etwas von seinem Werdegang und wie er schiesslich in Spanien gelandet ist. Weiters gibt er mir ein paar Tipps, was es in Spanien und Portugal geiles zu sehen gibt, dass ich für Marokko minimum einen Monat brauche wenn ich es verinnerlichen will und Tipps für Beneficio und die anderen Hippi-Plätze rund um die Hippistadt Orjiva. Dann haun wir uns in den Bus, ich zahlte 1,70 EUR um in die Stadt zu kommen und dort hau ich mich nach einer herzlichen Verabschiedung im Bus von Böschi in eine Bar, bringe etwas von meinem Bier zurück und sauf einen Kaffee. Mein nächstes Ziel ist der Hippiort Beneficio, ich hoffe hier in der Stadt Menschen zu finden, die mich hinbringen und wenn möglich auch ein paar Tage aufnehmen können. Ich hab noch 12 Tage bis ich in Malaga sein muss 🙂

(Anmerkung der Redaktion: Aus Beneficio gibt es keine Bilder. Aus Respekt vor der Provatsphaere der Menschen dort wurden keine gemacht, wers sehn will, soll hinfahrn)

Den ersten den ich frage der kanns mir erklären aber nach 5 Minuten kann ich mich schon nicht mehr erinnern. Also setz ich mich ein bisschen auf den Hauptplatz bevor ich entscheide, dass wenn ich sitzen bleibe genau nichts passiert weshalb ich einfach mal losgehen muss. Ich füll also nochmal mein Wasser auf und gehe in die Richtung wo ich denke dass es liegt. Es kommen mir auch ein paar Hippis entgegen und so beschliesse ich, dass es die richtige Richtung ist. Bei einer Kreuzung she ich auch ein paar sitzen die offensichtlich Autostoppen wollen und nachdem ich das Bier, das sie mir schenken, ausgetrunken hatte geh ich die 3 Kilometer die es laut denen noch sind einfach mal los. Bis nach Canar und nach der Kreuzung 40 Meter später nach links. Am Weg inspiziere ich noch einen Stollen in den ich etwa 200 Meter eindringe bevor ich nach der 3. Einsturzstelle über die ich klettere entscheide, dass es genug sei und verschwinde nach draussen. Nach der Kreuzung kommt man in ein von steilen Wänden umschlossenes Tal, drinnen fliesst ein Bach der das ganze Tal mit Wasser speist und für die blühende und grüne Vegetation zuständig ist. Ich spaziere – immer wieder ein Wort mit ,,strangern” wechselnd – bis ans Ende des Tals wo von Büschen versteckt ein Wasserfall rauscht. Am Weg zurück bietet mir ein Schokoladeverkäufer eine geile kombi aus Keks belegt mit Kirschen und Schokoüberzug an. Für einen Euro ein ziemlich gutes Erlebnis. Dann setz ich mich in die ,,Big Lounge” wo um die einzige Feuerstelle im Tal Teppiche ind einem grossen Kreis liegen mit Menschen drauf. Sofort werde ich eingeladen ein ,,Chillum” mit zu rauchen und ab dann sinke ich in eine Tiefe Trance wo meine Hände selbstständig herumzucken ohne dass ich sie kontrollieren kann und die dunklen Bäume über mir zu Kreaturen werden die ich verscheuchen kann indem ich sie mir niedlich vorstelle. Lange Zeit später hol ich meinen Schlafsack raus und tauche übergangslos in einen angenehmen Schlaf. Als ich am Morgen aufwache sind die ersten schon am Kaffee kochen und ich werde als ich wach bin herzlich in die Runde aufgenommen und auf ein Chillum eingeladen. Ein ganz kleiner Zug ist mir genug und dann geht’s mit Kaffee weiter. Zwei meiner Meinung nach ,,Residents” beginnen den Platz sauber zu machen und ich hole etwas Feuerholz. Dannach geh ich mal zum Bach und wasche mich. Ein paar Spaziergänge und mehrere Joints später beginnt einer Fladenbrot zu backen und es wird in der ganzen Runde verteilt. In dem Tal wohnen viele Leute, manche in Häuschen, andere in Zelt oder wie ich im Schlafsack. Es gibt Gärtchen, eine Bäckerei und einen kleinen Shop wo ich mir für 5 EUR Tabak kaufe. Es gibt anscheinend auch ein paar Pools aber ich hab noch keines gesehen und auch noch keinen Menschen baden. Viele sind am Ethnosur oder am Strand unten. Andere wie ich erst einen Tag da, andere Monate und manche sicher auch schon viel länger. Irgendwann kram ich das Büchlein wieder raus, ich bin schon 3 Tage hier und mache langsam Freunde in der mir angenehmeren Gruppe, helfe hier und da mit, zahle einen Tag lang Kaffee, Milch und Zucker für alle und werde dafür ein bis zwei Tage bekocht. An einem Vormittag suche ich Holz für die Feuerstelle und einmal hab ich schon den ganzen Abwasch gemacht. Dauernd schnorren Leute von meinem Tabak, aber aber bei einem viertel ist es Tabak, den ich später eh mit ihnen im Chillum teile und so bekomme ich auch genug retour. Leo versucht mich zu überreden bei ihm einzuziehen aber bisher bevorzuge ich noch den grossen Feuerkreis, denn da bin ich nach am Geschehen und bekomme mit was passiert und auch grossteils was halt nicht passiert, wenn nix passiert. Ich weiss nicht wie oft ich physikalische Beobachtungen, Gesetze und Erkenntnisse anderst interpretiert oder komplett verbogen in paranoiden Theorien wiederfinde aber ein guter Teil der Menschen hier hat eine zu meiner deutlich verschiede Informationsbasis und ich versuche sie nicht zu bewerten, immer wieder muss ich grinsen und manchmal stelle ich logische Zwischenfragen die sie komplett aus dem Konzept bringen oder zeige Widersprüche in ihrer Erklärung auf, vielleicht kommen sie dadurch ja in ihren Theorien weiter.
Gefühlt Jahre später hol ich das Notitzbuch wieder mal hervor. Die letzten Tage hab ich irgendwo zwischen Nirvana und dem Weg dorthin und retour verbracht. Morgends den Kopf aus dem Schlafsack :”Alleeeeeee” … ,,BUMM!!!” – der Kampfschrei beim anzünden des Chillums, so laut dass es alle im Tal hören können, die dann wiederum mit dem selben antworten als sich ihr Chillum anzünden. Ein bis zwei Chillum und Tüten pro Stunde lassen meine Glieder wie Fremdkörper von meinem Geist herabhängen. Immer wieder wenn ich gehe zittern meine Füsse, jedes Aufstehen ist von einem 5-Minütigen, innerem Plenum bezüglich des Aufwandsverhältnisses zur Entschädigung begleitet. Gefolgt bei erfolgreichem Aufstehen von einem Toben und Brausen in meinen Ohren.
Ich kann nicht sagen ich sei unglücklich, aber so zufrieden wie auf einen Berg steigen macht mich das Leben hier nicht. Wahrscheinlich weil ich nicht fix hier lebe und mich nicht mit der Instandhaltung und/oder Erweiterung meines Hauses bzw. dem Erhalt einer Familie beschäftige. Also beschliesse ich zu gehen, vielleicht schon morgen. Aber das muss ich jetzt erstmal eine Nacht lang durchdenken. Ich hab meine Sachen beisammen und sitze am Feuer, geniesse die Bifg Lounge. Ich beschliesse, heute nichts zu rauchen, damit ich am Nachmittag wieder Fit binzum losziehen. Der Vorsatz hält bis zum Mittag wo ich Lisa aus Deutschland kennen lerne. Sie hat alle ihre Sachen zusammengepackt, ist losgetrampt nach Beneficio, dann wurde ihr auf der Tanke ihr ganzes Gepäck samt einem Koffer voll Bücher gestohlen als sie es kurz alleine liess und deshalb musste wieder zurück fahren. Anscheined hatte sie am Weg wen getroffen bei dem sie bleiben konnte also bestellte ich sich alles was sie brauchte über ein sehr grosses online Kaufhaus zu diesem Typen – den sie nicht kannte – und trampte dann aufs neue los wobei sie diesmal das Glück hatte, von der deutschen Grenze fast bis Beneficio mit einem Auto zu kommen.
Ich beschliesse, noch eine Nacht lang aufs beste zu hoffen und schon geht’s wieder ,,Bambule” und ,,Alleeee BUM!”. Am Abend komt keine Lisa zu mir und darum gehe ich bald schlafen. Am nächsten Tag geht’s dann gleich mit Joint los und trotzdem schaff ichs um 10 Uhr loszukommen und gehe mit einer hübschen Finnin bis ins Dorf runter. Dort mal im Supermarkt noch Nüsse und Käse + Fisch und dann zum freien Wlan. Unterwegs treffe ich die 3 Kärntner die auch im Camp sind und wir trinken 2 Bier mit Tapas. Dann geh ich Richtung Kirche um Al Moreon, den anderen Platz zu suchen und treff die 2 Estländerinnen (auch vom Camp), denen das komplette Set (Reisepass, Bankkarte,…) geklaut wurde. Bzw. haben sie es nach dem Weg vom Ort ins Camp nach einer wilderen ziemlich engen Autofahrt nicht mehr gefunden. Aber sie sind voll Happy und drücken mir ein Bier in die Hand welches die Runde macht. Aber dann geht’s los. Zu Fuss Richtung Bach. Im alten Bachbett bis zum Wasser, der Weg hat schon lange aufgehört, ich hab aber eigentlich keinen Plan, einfach mal gerade aus zu dem Berg über den ich muss wenn ich zu Fuss ans Meer gehen will. Dann komm ich zum Bach, zieh mich nackig aus und wasch mich mal dolle. Dann leg ich mich in den Schatte und penne die Mittagssonne und -hitze awaz. Noch immer in der Hitze wache ich auf und beschliesse weiterzusteigen, ich hab allerdings ein komisches Gefühl. SONY DSCDurch eine steile Böschung über Büsche, Bäume und Gräser, alles mehr oder weniger stachelig, komm ich voll zerschunden oben bei einer Strasse raus. 30 Minuten für gefühlte 30 Meter. Also beschliess ich, nicht weiterhin weglos durch den Berg zu wandern sondern stapfe mal an der Strasse entlang, irgendwo muss ja ein Weg in die Berge führen. Ja. Es ist sogar eine Schotterstrasse! Staubig, heiß, geht’s langsam in einer Schlucht im Zickzack richtung Berg, auf einer Gedenktafel sind Minen eingezeichnet und ich erfahre später, dass man sich in denen selbst mit Karte verirrt, also für ambitionierte Nachreisende auf meinen Spuren: Da wartet ein Abenteuer! Aber zuerst treff ich ein nettes 3er Gespann aus Niki, Lea und Hiday die grad am Klettern sind in der Schlucht und mich ein bisschen ausquatschen, was ich tue, wo ich hin will. Ich bekomme noch Wasser und eine Einladung nach Lanjaron zu ihrem Berghaus. Ich bedanke mich und gehe weiter. Noch eine zweite Partie klettert weiter hinten im Tal aber zu denen nehme ich keinen Kontakt auf. Weiter! Eine Stunde, oder zwei, ich weiss es nicht. Ich bin voll platt, erschöpft. Ich setze mich zweimal in den Schatte und trinke kleine Schlucke Wasser. Ich habe ein ungutes Gefühl. Ohne es beschreiben zu können beschliesse ich plötzlich umzudrehen um die kleine Familie auf ihr Angebot anzusprechen. Fast rennend sucheich den Weg runter und hoffe, dass sie noch da sind, Bum! Sie klettern noch. Aus irgend einem Grund behandeln sie mich als sei ich Teil der Familie. Ich spiele ein Lied für die Tochter (Lea, 4 Jahre) und darf mit mit meinen Zustiegsschuhen eine 5+ topropen – natürlich geflasht! SONY DSCDann sagen sie mir, dass wir jetzt gemeinsam was Essen gehen und ich dann mitfahren kann um bei ihnen zu pennen. Das freut mich und wir stoppen noch kurz am Fluss und baden – alle nackig, ohne Probleme ziehen wir uns nebeneinander aus, fragen uns, ob es vielleicht andere stört aber scheissen dann drauf und baden. Dann schleunigst in die Kleider und zu der Feier, die wie ich langsam mitbekomme etwas religiös angehaucht ist. Es ist nämlich der erste Tag nach Ramadan – der muslimische Fastenmonat – und die Gemeinschaft in die ich geraten bin sind Sufis, eine Religiöse splittergruppe aus nicht strengen Moslems die sich ans Herz geschrieben haben, allen zu helfen, Krieg und Leid zu stoppen und in Frieden weiter zu leben. Die lustige Kette aus Zufall stellt mir Hans vor der seit 2 Jahren ohne Geld von Community zu Community zieht und seit ein paar Monaten hier geklatscht ist und seitdem hier mithilft. SONY DSCSein Output ist, dass er überall auf der Welt dadurch Anschluss hat, Schlafplatz, zu Essen und Freunde findet, da die Sufis weltweit Gebets- bzw. Gartenhäuser haben wo 20+ Leute reinpassen wo man gratis schlafen kann. Nachdem ich beinahe Trauzeuge seiner Hochzeit geworden wäre (die an diesem Abend stattfinden wird) geht’s relativ früh aus dieser Netten Gruppe nach Lanjaron auf einen Berg, über Stock und Stein bis zu einem sehr abgelegenen haus, solarpowered, eigene Quelle, Klettergriffe an der Aussenwand, Kajaks am Schuppendach, Mountainbikes unterm Vordach, zweistöckig und mir Klo und Dusche, einem riesigen gartenin einm Tal und allerhand Obstbäumen rundherum.  Das Pärchen macht etwas soetwas wie Outdoor-Pädagogik, Kurse für Familien und Gruppen, als Therapie für ängtliche Menschen und auchhauptsächlich zum eigenen Spass. Sehr fasziniert kipp ich um 11 ins Bettund lass mich kurz vor halb acht wecken um etwas vom Tag zu haben und um mich auf das klettern vorzubereiten, das seit ich die 5+ machte am Tagesplan steht. Anscheinend klettern auch noch andere mit, ich lass mich einfach überraschen während ich auf das Frühstück warte.SONY DSC

Nach massig äctschn und langer Schreibpause hol ich jetzt mal ein bisschen was nach. Ich sitze mit Sarah am Eingang des Camino del Rey, dem Pfad des Königs, dem – ehemals – gefährlichsten Wanderweges der Welt. Wie es dazu kommt, dass ich in dem menschenleeren und doch einem der grössten Klettergebiete Europas, El Chorro, sitze? Ich ging also mit Hiday, Lea und Niki klettern. Mit noch ein paar Jungs die mit ihren Frauen und Kindern mal klettern wollten, zum Lanjarom Crack. Da gabs dann eine Felswand mit ein paar Routen zwischen 4. und 6. Grad und einem steilen Riss, etwa 1,5 Meter bis 3 Meter breit mit altem Tropfstein und schweren Routen.SONY DSC SONY DSC Da die anderen alle Anfänger*Innen waren war ich Hidays Assistent, erklärte das sichern und schaute den leuten auf die Finger. 3 Routen bin ich selbst geklettert, alle nur etwa 20 Meter hoch und zwischen 5- und 6-. Gegen 1 Uhr am Nachmittag als die Mittagshitze zuschlug brachen wir auf, am Heimweg wieder ein bisschen Nacktbaden und dann zu Hause nochmal in den Hauseigenen Pool. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern aber so gegen 18 Uhr fuhren wir ins Dorf, holten 2 Fahrräder und ein Anhängergestell für Kajaks und Kanusab und fuhren ein Eis später wieder hoch zur Bude. SONY DSCDann luden wir 3 Kanus und 2 Kajaks auf samt Strandausrüstung, aßen einen Snack garniert mit Crumble und dann gings ab in die Heia, für den nächsten Tag stand Paddeln und Schwimmen am Programm. Also sind wir nach einer geruhsamen Nacht und einem schnellen Frühstück zum Meer aufgebrochen, perfekt auch für mich um nacher weiterzustoppen drum packte ich meinen Rucksack ein – ließ aber blöderweise meine Stockflöte liegen die ich mir in Beneficio gebaut hatte. Am Meer angekomen bauten wir uns einen schönen Platz mit Paravans und Dach, testeten gleich mal das Wasser zum Schwimmen, machten einen Kurzausflug zu den nächsten Felsen mit dem Kajak und Boulderten ein wenig inclusive Cliffjump. Dann trafen noch Gäste ein, ein Pärchen mit 2 Kids die auch schon beim Klettern am Vortag dabei waren und ein älteres Pärchendas mit der Familie befreundet ist. Und Rezhan, eine deutsche in meinem Alter (bling bling) mit der ich mir ein Kanu teilen durfte und lustige Ausfahreten aufs Meer machte. Noch ein bisschen paddeln, essen, klettern am Felsen und klippenspringen, immer in Begleitung von Lea die sehr aufgeweckt und wiff ist und kaum von meiner Seite wich, ich hattte sie voll ins Herz geschlossen und sie schien mich auch ganz gut auszuhalten. Dann packten wir nach einem anstrengenden Tag alles wieder zusammen, ich bot Hiday noch an, die Boote mit abzuladen, entschloss mich dann aber doch gleich weiter zu trampen da es schon 6 am Abend war und ich noch 100 km bis Malaga hatte. Mit einer sehr herzlichen Umarmung verabschiedeten sie mich, die Einladung zum wiederkommen, mit reunden oder Familie wurde ausgesprochen, Suerte, gute Reise und auf ein baldiges Wiedersehen. 1 Stunde später hatte ich es etwa 15 km weiter geschafft und stand relativ planlos an einer Tanke mitten in der Touristenstadt Almunecar wo ich bis 22:30 warten musste bis mich endlich ein Maracuja- und Mangofarmer bis nach Malaga brachte und mich direkt an der Busse ins Zentrum absetzte. Am nächsten Tag wird Sarah am Flughafen sein also checkte ich kurz die Öffnungszeiten der Touristinfo und suchte mir dann am Strand in einem Holzspielplatz eine Bleibe wo ich noch kurz zu abend aß und mich dann begleitet von den Geräuschen einer Schlägerei zwischen 2 Leuten die ich nur hörte und nicht sah und Geburtstagsmusik im Beisl auf der anderen Strassenseite in den Schlaf gleiten ließ. SONY DSCAm nächsten Morgen wachte ich mit einem von Luftfeuchtigkeit durchnässten Schlafsack auf, hängte ihn in die Sonne, nahm eine Stranddusche inklusive Kleider waschen und machte ein bisschen morgensport. Dann organisierte ich mir den Fahrplan zum Flugi und nach El Chorro wo ich Sarah hin mitnehmen wollte beim Tourist Office, tankte beim Fastfood-Laden meines Vertrauens essen für mich und Sonne für mein Handz und entschied mich bald aus Langeweile zum Zug zu begeben. 1,75 EUR warens mit der RENFE und wenig später streunte ich durch den Flughafen, schlief ein bisschen auf einem Bänkchen und fand dann am Klo eine Steckdose wo ich mein Handz reinwuchtete und die Zeit zum warten damit verbrachte mich zu rasieren und Zähne zu putzen. SONY DSCAls Sarah dann da war hatte sie lustigerweise am vortag ohne mit mir zu kommunizieren auch den selben Zug nach El Chorro rausgesucht und das ließ uns nicht mehr daran zweifeln, dass wir da hin sollten. Blöderweise strekten die Fahrkartenverkäufer*Innen gerade und wiesen uns 2 Mal ab bevor sie uns einen Zettel ausstellten mit dem wir im Zug das Ticket kaufen konnten. Dann gabs noch eine Runde Burger, Wedges und Cafe und nach 3 Sicherheitsschleusen wovon eine sogar unser Gepäck röngte durften wir die 40minütige Fahrt antreten. In El Chorro angekommen standen wir um 17:30 bei gefühlten 40°C im Schatten, keine Sau auf der Strasse, nix lebendiges zu sehen. Der Supermarkt war mit einer Metall-Rolltüre verschlossen und Öffnungszeiten standen nirgends dran. Für mich wirkte der Ort (der alles in allem aus etwa 15 Häusern bestand) wie ausgestorben. Dann sahen wir ums Eck ein RockClimbing – Shop, nicht ungewöhnlich für ein bekanntes Klettergebiet aber ich hatte mir ein bisschen mehr erwartet. Im Shop – der lustigerweise offen war obwohl keine Sau im Ort war – war gute Stimmung, ein Deutscher mit fetter Tüte im Mund und noch 2 andere die uns aufklärten, dass es viel zu heiß ist zum klettern, dass die Saison von November bis März ist, dass das Wasser im Dorfbrunnen kaputt ist. Aber Andi, ein Spanier der seit 14 Jahren hier lebt erklärt sich bereit uns zum ,,Olive Branch” zu führen, ,,thats where all the climbers live when thez are here” sagte er. Ich vertraute da mal seiner Einschätzung, sah auch im Shop ein Schild vom Olive Branch mit irgendwas von 7 – 13 EUR und seine Worte ,,Pool”, ,,Billardtisch” und ,,Bed and Breakfast” ließen mich aufs beste hoffen. Ca. 5 Autominuten und 300 Höhenmeter weiter wurden wir Mel vorgestellt, die Hausherrin im Olive Branch welches zu Spitzenzeiten bis zu 60 Kletterer in Zimmer und campierend unter Sternenhimmel beherbergt und bekocht. Garz, ihren Mann, lernten wir erst später kennen, allesamt total freundlich und familiär, die paar Gäste waren alles Frende der Familie und waren sehr lieb. Wir konnten die große Küche verwenden, den Computer und die Stereoanlage, das Zelt von ihnen, ihren Feigenbaum und vor allem den kühlen Pool. Nicht zu vergessen das Gemüse aus dem Garten, da kaum Gäste da waren empfahlen sie uns, so viel als geht zu verkochen, Paprika, Tomaten, Melanzani, Zucchini und frischen Thymian, Rosmarin und Minze. Wir ließen und noch die Umgebung erklären und fuhren dann mit Andi wieder ins Dorf wo er uns den Supermarkt, der nun doch offen hatte, und die Abkürzung zum Olive Branch über einen Trampelpfad zeugte. Dann spazierten wir hoch, sprangen in den göttlich kühlen Pool und spazierten bzw. kletterten zum Sonnenuntergang auf die anliegende Felswand wo wir die Sterne und die Ferne genossen. Bäck @ Home pachten wir unser Schlafzeug neben den Pool und tratschten sehr lange unter einem funkelnden Nachthimmel über Physik, die Unendlichkeit, Aliens und dem Wunsch, zu anderen Sternen zu reisen.

Die Nacht war ruhig wenn auch Sarah immer wieder von Käfern geplagt wurde die in ihren Mund krochen, Morgends machten wir mit dem Zeug aus dem Shop und der Küche einen Nudelsalat mit Minze und Olivenöl. Unser Plan zu den etwa 6km entfernten Seen zu kommen wurde von den 2 Hunden des Olive Branch durchkreuzt die uns bis in die Ortschaft runter nachliefen und nicht von unserer Seite wichen so dass wir nochmal hochliefen und sie einsprerren mussten. Dann starteten wir aufs neue, runter ins Dorf und dann an der größeren Strasse, den alten Camino del Rey im Blick der seit einem jahr mit riesigem Budget vom Staat renoviert wird weil dauernd Leute drauf sterben. Ein paar Weintrauben, Brombeeren und Feigen später saßen wir schon im Auto von einer britischen Familie die das selbe Ziel hatte wie wir, aber noch viel weniger Plan und unsere Hilfe zwecks Orientierung gut brauchen konnten. Sie setzten uns mitten zwischen der drei Seen ab und wir suchten beim nächsten Beisl nach Information zum Camino del Rey da Garz gesagt hatte, dass man auf der Rückseite möglicherweise zusteigen kann da die Renovierungsarbeiten schon fortgeschritten seinen. Beim Restaurant Kiosko bekomen wir eine Umgebungskarte und eine kurze Beschreibung wie wir hinkämen und so hatten wir 20 schöne Minuten Zustieg durch ein Tal das von 3 Stauseen mit Wasser gespeist wird und im Camino endet. Am Eingang des Caminos warteten schon mehrere Bauarbeiter die uns wieder abwiesen aber wir trafen ein Team – Andi und Ulyses – die mit einem Oktokopter die Restaurierungsarbeiten dokumentierten. Wir quetschten sie aus zwecks Einstieg in den Camino und wies mit Canyoning durch die 3km lange Schlucht aussähe. Grundsätzlich möglich, Schwimmweste und gute Schuhe vorausgesetzt. Dann beschlossen wir mal auf die andere Seite zu schwimmen um den Zustieg abzuchecken. Dazu bauten wir uns ein Floß aus einem Baumstumpf und einem Stück Maschendrahtzaun für die Schuhe die wir drüben definitiv brauchen würden. Als wir allerdings unsere von der Sonne erhitzten Körper in das etwa 4°C kalte Wasser tauchten beschlossen wir den Plan mit rüberschwimmen auf EIS zu legen und krabbelten nach keiner Minute bibbernd aus dem Wasser. Die 20 Minuten zur anderen Seite schwimmen währen höchstwahrscheinlich unser Tod gewesen und zu den Schwimmwesten kam auch noch ein Neopren in unserm Kopf auf die Must-Haves für eine Canyoningtour. Also saßen wir noch ein bischen und gingen dann wieder zum Kiosko, pfiffen einen Kaffee und beschlossen noch in einen der Seen zu gehen von denen wir hofften, dass sie wärmer seien.

Badewanne, alter! War super schön zum Schwimmen drum blieben wie ein Stündchen und stapften dann Richtung El Chorro zurück. Wir erwischten das Duo vom Camino mit dem Oktokopter und nachdem sie uns einen Sitz freigeräumt hatten pflanzte sich Sarah auf meinen Schoß und schon fuhren wir. Da ihnen der Ofen gerade ausgegangen war drehte der Beifahrer schnell einen neuen und reichte ihn mit ,,Our present for you” zu uns nach hinten. Dann schrieb ich mir die Mailadresse auf von der er mir ein Video schicken wollte. Da sie unbedingt – in ihrer wachheit- ein Video machen wollten haben sie noch zusätzliche 10 Minuten Autofahrt mit blödeln auf ihrer Kamera. Sie dropten uns direkt vorm Olive Branch wo wir noch kurz Pause machten, es war etwa 19:00h und beschlossen die ,,arabic steps” auszuchecken doie wir am Umgebungsplan gefunden hatten. Ein Sonnenuntergang sollte sich auch dazu ausgehen. 40 Minuten Zustieg zu der Felswand die von Kletterrouten durchzogen ist fragten wir uns, was denn diese arabic steps wohl sein könnten.

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