Hey. Gestern abend bin ich noch länger wach gelegen. Ich hatte zuvor 2 Flaschen Mate getrunken, wahrscheinlich war’s das Koffein, das mich wach hielt. Als ich so da lag hab ich begonnen mit dir zu reden. Im Gespräch bin ich darauf gekommen, dass du nicht da bist und ich nur mit mir selbst spreche. Dann habe ich mir vorgestellt, dass ich dir davon erzähle, dass ich mir vorgestellt habe mit dir zu reden. Dann wurde es immer komplizierter.

Ich hab mir vorgestellt, dass die Situation gut passt für ein Gespräch und dann abgewogen, was ich sagen würde. Immer wieder hab ich mich dabei unterbrochen, hab neu angefangen oder Dinge doch nicht gesagt oder angefügt und wo anderst weiter gemacht. Aber ich glaube, ich kann folgendes sagen:

Ich bin schwer in dich verliebt. Ich verzehre mich nach dir. Ich vermisse dich, wenn du nicht da bist. Wie deine Haut meine berührt. Deine Nähe. Deine Lebendigkeit, deine Fähigkeit, Dinge einfach zu tun. Vorurteilsfrei. So erscheinst du mir.
Ich will dir dies sagen. Ich habe Angst, dich damit in Bedrängniss zu bringen (Note to myself: das ist wahrscheinlich genau der Punkt an dem ich bei mir arbeiten muss) und fürchte, dass du dann Abstand nimmst. Ich suche nach einer Formulierung für genau das, aber es fällt mir so schwer nicht aus meinem tiefsten Herz mit stärksten Emotionen zu sprechen, denn genau das ist, warum ich spreche.
Du gibst mir so viel. Du gibst mir so viel Kraft. Ich will, dass du deine Ideen weiterhin mit mir teilst, denn sie geben mir Inspiration, Motivation. Wenn du einen Vorschlag hast bin ich so viel mehr motiviert ihn umzusetzen als wenn ich den selben alleine zuhause in meinem Zimmer habe. Für dich. So lebendig wie dabei fühle ich mich sonst kaum. Mit dir zu sein und zu tun begräbt alle meine unterbewussten Gedanken und Sorgen, in diesen Momenten fühle ich mich ganz frei.

Ich weiss nicht was ich tun würde, wenn du nicht mehr wärst. Der Gedanke tut mir weh, ich will ihn nicht und schiebe ihn weg.
Ich habe Angst davor, dass du dich von diesem Geständnis zu umklammert fühlst. Ich habe Angst davor, dass ich dir damit Freiheit nehme nach der dich verlangt und du dich deshalb von mir entfernst. Ich habe vor Allem Angst, das dich von mir weg bringt. Und ich weiss, dass ich dich nicht halten kann.

Damit kann nich nicht umgehen.
Und jetzt ertappe ich mich gerade dabei, dass ich dieses Gespräch wieder nur mit einem imaginären Du führe. Weil ich nicht riskieren will, etwas falsch zu machen.

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