Und ich gehe dahin mit Freude. Wie ich glücklich noch ein letztes mal das Geschirr abwasche. Sauber? Nein, es ist nur das Reinigen, das auch den letzten Dreck aus meiner Seele kämmt.
Ich ziehe dahin, vondannen, weg, und ich kehre nicht wieder. Denn ich bin auf dem Weg der Unsterblichen. Hier gehe ich alleine, und ihr werdet nicht Teil sein von diesem Weg, ihr werdet auf eurem eigenen Wege gehen. Ich bin nicht mehr, und ich will auch nicht mehr sein.
Alles ist ruhig. In meinem Herz steht die Dunkelheit, als Leere, nicht als Finsternis. Es ist eine Extase der Leere.
Ich gehöre nicht mehr zu euch. Ich habe meine Verantwortung abgegeben, meine Aufgaben erfüllt.

Oh, die schöne Manie. Schon wieder abgeflaut. Hatte ich doch alles griffbereit, die Koffer gepackt. Sie waren voll mit nichts, denn ich habe nichts, und auch die Koffer waren nicht da. In meinem Kopf stand alles zurecht. Als ich den Fuß hob, um den Schritt über die Schwelle zu tun stand die Zeit auf einmal still. Nicht plötzlich, sondern langsam. Es stoppte. Alles stoppte. Wie ein Staubsauger mit lautem Getöse und unglaublicher Kraft entschwebten mir meine Emotionen. Rauschend, wie ein Sturm, wie ein Wasserfall, versenkten sie sich in den boden losen Abgrund der sich da auftat, vor meiner Tür.

Als ich wieder zu mir kam, jetzt, hier, wo ich sitze und bin, bleibt noch die Hülle, der Rest von mir. So schnell habe ich mich abgegeben, fort geschickt. Die Worte fehlen mir. Die Gedanken bleiben aus. Meine bloßen Füße sind kalt und ich bin auf Pause. Ich sitze und schreibe.

Was für ein schöner Rausch. Was für ein steiles Hoch, das sich da in mein Gehirn gelegt hat. War es zu viel Kaffee? Ist es ein Überschnappen, die Welle der Nervosität, die bricht? Oder bricht gar mein Geist?
Wie oft schaffe ich es noch, meine inneren Persönlichkeiten aufzugeben, zu verlieren, zu verschrecken, auf den langen Weg der Erleuchtung zu schicken. Wann kommt mal eine Botschaft zurück?

Ich bin ein Aufschrei nach Liebe, ich bin ein schwarzes Loch für Sehnsucht. Ich will alles und niemals nichts. Und von dem einen Extrem wandere ich ins nächste, aufdass es nie wieder still stehe in mir, den nur so sehe ich, dass ich lebe.

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