Manchmal bin ich deprimiert

vor uns ausgebreitet liegt die Welt
und du stehst da und schaust
mich fragend an und tust als würdest du
das alles nicht verstehn

du streckst die Hand zu mir und langsam
streichen deine kalten Finger
an meiner Hand vorbei
tief in deinen Augen kann ich mich selber sehn

es rinnt ein Tropfen aus deinen Augen
die sehen, wie die Welt
hinter mir auseinander fällt
warum hast du nichts getan
oh Spiegelbild, warum?

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Eine kreative Mischung aus ÖVP, Religion, Terror und Privacy

Ich hab grad wieder mal einen schönen Moment geistiger Klarheit und es bietet sich ja auch an, jetzt im Präsident*innenwahlkampf, das Lesen der Blätter, die uns die Wirklichkeit wiedergeben wollen.

Irgendwie gings dann schnell, als ich in die Debatte mit Ed Snowden, Noam Chomsky und Glen Greenwald einstieg. Da wurde auf einmal was getriggert, und folgende 2 Statements möchte ich jetzt mal ganz kurz hervorheben. Continue reading “Eine kreative Mischung aus ÖVP, Religion, Terror und Privacy”

Ich erwarte meinen Tod, aber ich erhoffe ihn nicht

Unser soziales Leben ist ja sehr kompliziert. Hier ein kleines Tool, um das Leben leichter zu machen, ein Auszug aus einem Chatverlauf bezüglich dem Unterschied von Erwartungen und Hoffnungen. Der Anstoss war die Frage “hab noch über einiges nachgedacht, worüber wir geredet haben und wollte dich fragen: wie hast du das nochmal beschrieben mit dem unterschied zwischen hoffnungen und erwartungen?”

Also zu den Erwatungen. Mal das Wort zerlegen… Erwartung. Erwarten. Etwas Erwarten. Warten. Beschreibt für mich beim Lesen den Zeitraum, wo ich auf etwas warte, und zwar auf etwas, von dem ich weiß, dass es passiert, sonst könnt ich nicht darauf warten. Während ich also auf “etwas” warte, dass noch nicht passiert ist, von dem ich weiß, dass es kommt, dann erwarte ich dieses “etwas”.
Ich erwarte zu sterben. Gutes Beispiel 🙂
Ich erwarte, Hungrig zu werden, wenn ich nichts esse.
Ich erwarte eine Entschuldigung.
Ich erwarte, dass Menschen ihre Versprechen einhalten. (Da könnt ma jetzt lang drüber nachdenken, warum für sowas wichtiges wie ein “Versprechen” das selbe Wort verwendet wird, wie wenn ich beim Sprechen einen Fehler mache :D)

Ich hoffe, dass du mir bis jetzt folgen kannst. Ich erwarte es nicht (Tolle Aussage, wenn du sie außerhalb von dem Kontext des Wortes “erwarten” liest den ich hier verwende, es klingt dann schnell negativ :P). Sondern ich gehe davon aus. Ich treffe es als eine Annahme. Das wäre dann das “von etwas ausgehen”. Da ist der Bezug zur Subjektivität schon gegeben, “ICH gehe von etwas aus” – sprich, ich weiß nicht, ob es der Realität entspricht.

Aber die Hoffnungen. Da waren wir ja eigentlich. Ich hoffe, dass wir uns bald wieder sehen. Wenni ch mir das Wort so anschaue, kann ich nicht erkennen, warum es da ist. Wer ist “Hoff”, und warum “hoffen” wir?
Für mich ist es ein bisschen wie Glücksspiel. Das mach ich zwar nicht, weil ich nicht dumm bin (Ich ERWARTE nämlich, statistisch gesehen zu verlieren, weil das Casino eine höhere Gewinnchance hat), aber viele machen das. Ach… schlechtes Beispiel…
hmm…

Ganz anderer Zugang: Wenn ich etwas von dir erwarte, dann ist es in deiner Verantwortung, diese Erwartung zu erfüllen. Wenn ich etwas von dir erhoffe, dann gibt es keine Instanz die Schuld ist, wenn die Hoffnung nicht erfüllt wird.
Eine “falsche Erwartung” ist dann wohl, wenn ich etwas erwarte worüber wir nie Kommuniziert haben, so dass du meine Erwartungshaltung nicht sehen kannst und auch alle Schuld von dir weist, wenn die Erwartung nicht erfüllt wird. Wenn ich dir die Schuld trotzdem gebe, dann bin ich dumm.

Erwartungen haben ihre Berechtigung. Aber noch vielmehr, sie haben mit 2 Menschen zu tun, und nur wenn diese beiden Menschen über diese Erwartung Bescheid wissen, ist sie akzeptabel. Wenn wir uns um 16:40 treffen und wir beide erwarten, dass wir pünktlich sind weil sonst hätten wir uns ja nicht einen Termin ausgemacht, dann ist es völlig legitim, grantig zu sein, weil eine/r von uns den Termin verplant und sich verspätet. Aber es ist nicht legitim, dem/r anderen böse zu sein, weils net zum Schmusen gekommen ist. Denn das war ja auch nicht zu “erwarten” 🙂 Das konnten wir zwar hoffen, aber mehr auch nicht. Wir können schon betrübt darüber sein, dass das nicht der Fall war, aber wir können dies nicht auf die/den jeweilige/n andere/n projezieren 🙂

Das war eine – ehrlich – rein fiktive Verwendung unseres letzten Treffen. Ich bin viel zu schamhaft, um über meine Hoffnungen zu sprechen 😉

DE – Urlaub im Jenseits 2011 – Wien – Adria – Mazedonia

Von Wien geht’s los.
Der Schlüssel liegt auf dem Küchentisch. Die Hände sind voll mit Radtaschen.
Rucksack – dabei!
Mit einem Knall fällt die Tür ins Schloss und ich weiß, jetzt führt kein Weg mehr zurück. Ein
warmes Gefühl umkreist meine Gedanken. Ich bin nicht ganz bei mir, ich kann es noch nicht ganz
wirklich fassen, dass ich endgültig losgefahren bin.
Singend verlasse ich Wien auf der Bundesstraße. Euphorisch. Heiß. Aber das wird auch erwartet.
Erster Stopp: Lisa und Johannes. Hier gibt’s Eis, Toast und die Sonnhild stößt dazu. Ich sehe
Mimi. Oder so. Ganz nett.
Abends fahren wir nach Aspang. Papierkram.


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