Spain 2014 – Urlaub auf der Strasse – Teil 5

SONY DSCDie Pension befindet sich direkt ums Eck. Bettfertig schlafen wir gemütlich ein und wachen mit dem Wecker um 8 auf. Kurz geduscht, packen und ohne „good by“ raus in Richtung Kloster wo Nadja sich einen Pilgerinnenpass holt. Vor der Kirche auf einer Treppe in der Sonne Frühstücken wir Brot mit Käse und dann verabschiedet sie sich. Ich bleibe noch sitzen, genieße das Gefühl einer abgeschlossenen Mission und spatziere von dannen. Eine Farmacia mit Kontaktlinsenflüssigkeit und ein Supermarkt mit Brot und Käse später zieh ich mir von meiner letzten Kohle einen Zimtcappuchino, schreibe dies hier und beschließe, mich aus der Stadt zu machen. Nachdem ich das Hitchwiki durchkämmt hatte fuhr ich mit dem Zug nach San Frutuoso und knüpfte mir während dessen ein Armband.

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Spain 2014 – Urlaub auf der Strasse – Teil 4

Ich sitze mitten in der Nacht in Estepa auf der Tanke, der Kompass zeigt Richtung Portugal, Hippi-Beach. Diese “Arabic steps” waren auf jeden Fall alt, vor langer Zeit aus dem Kalk gehauene Blöcke aus denen eine Treppe zwischen die 2 Felswände hochgestapelt war. Die erklommen wir im späten Sonnenlicht und setzten uns noch 50 Meter weiter oben auf einen Felsen wo wir die Sonne sinken, die Adler fliegen und die wie Alien wirkenden Windräder mit Zyklopenblinkauge durch die Zeit kreiseln sahen. Magische Momente voll Entspannung und Frieden. Im dämmrigen Abendlicht stiegen wir wieder hinunter und checkten beim Olive Branch ein wo wir noch eine super geile Pasta kochten und uns aufgrund der Windverhältnisse ins Zelt der Familie legten welches mit Schaumstoff-Matratze ausgestattet war – zu unserem Vergnügen. Am darauffolgenden Tag holten wir uns noch erfrischung im Pool, sonnten uns dösend auf den liegen und liessen uns dann zum Bahnhof fahren wo wir in den Zug nach Malaga, und dort in den Bus nach Nerja stiegen. Continue reading “Spain 2014 – Urlaub auf der Strasse – Teil 4”

Spain 2014 – Urlaub auf der Strasse – Teil 3

Immer wieder gibt’s kurze Pausen. Böschi kennt den Weg zum Teil und auch Wasser finden wir überall. Die 3.5 Liter Wasser die ich mit hatte waren echt nur falls ich alleine ginge. Anfangs dachte ich auch, dass ich die Jacke umsonst mit hatte aber der Sturm und die Kälte am Gipfel später belehrten mich anderst. Aber wir waren ja noch nicht am Gipfel.

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Spain 2014 – Urlaub auf der Strasse – Teil 2

SONY DSCSo sitz ich nun endlich hier am Portillon Superior auf ca. 3100 Metern über dem Meer. 4h hab ich gebraucht, laut Plan warens 3. Aber ich bin ja auch wirklich um 3:30 los, nachts, dunkel und Nebel. Durch zwischen Schubkarren-, Auto- und Autobusgrossen Felsbrocken, alle 500 Meter ist mal ein roter Punkt angebracht, hin und wieder ein Steinmännchen, genau ausserhalb der Sichtweite im nächtlichen Nebel. So kämpfe ich mich voran, mit 2 Lampen, bis ich an einem roten Punkt keinen Weg mehr erkennen kann. Auch keine Steinmännchen mehr. Keine braunen Flecken mehr am Felsen die verraten, dass hier schon 1000de dreckige Schuhe drübergelaufen sind – so fand ich den Grossteil des Weges bis hierher. Eine kleine Spur mit Steigeisenabdrücken führt in ein angrenzendes Schneefeld aber da der bisherige Pfad so ausgetreten war wie eine Autobahn vertraue ich der Spur nicht. Ich werde unruhig, mir ist etwas kalt. Ich suche mir einen Unterschlupf unter einem Stein und versuche mich zu wärmen. Dann schaue ich nochmal eine Runde durch die Gegend, aber nix. Gut, dann halt die hightech Version. Karte raus, GPS raus und mal toll überprüft, ob ich überhaupt richtig bin. Scheint zu passen aber es ist mir zu dunkel um einfach ins Nichts weiter zu maschieren drum verkrieche ich mich noch ein bisschen unter meinem Stein, wie ein Tier, und wärme bei einem tollen Lied aus meinem Handy meine Gliedmassen. Continue reading “Spain 2014 – Urlaub auf der Strasse – Teil 2”

Spain 2014 – Urlaub auf der Strasse – Teil 1

SONY DSCStart in Wien, 10:30h. Noch zum Bergfuchs, dann Huetteldorf, 30 Sekunden mit D Schild und ein Jihadist nimmt mich mit. Bis Linz-Ansfelden. Dort Constantin aus Russland, kommt von Prag und trampt nach Salzburg, fahren gemeinsam bis Mondsee, dort verliere ich ihn aus den Augen. Dann mit Chris bis Rosenheim und von dort mit Don nach Holzhein, kurz vor Muenchen. Es ist wenig los, kaum Menschen die auf die A8 weiterfahren. Ich weiss nicht was ich auf mein Schild schreiben soll aber ich versuchs mit F fuer Frankreich. Ich kaufte mir eine Europakarte. 2 Schweizer nehmen mich mit bis Winterthur. Wir zick-zacken etwas hin und her an der Grenze, da wir einen unbemannten Posten suchen zum Lebensmittel ueber die Grenze schmuggeln. Fleisch, Oel und was weiss ich was sich noch unter dem Zeug im Kofferaum verbarg. Der Fahrer ist 36, ehemaliger Montenegriner, Beifahrer ehemaliger Kosovoalbaner. Fahrer lebt in Steyr und hat schon viel erlebt, in allen moeglichen Berufen gearbeitet, geschieden, ex-Kiffer, hat eine sehr angenehme Auffassung wie der Welt funktionieren soll, Frieden ist bei ihm das hoechste Ziel. Er glaubt an Gott. Der aeltere ist eher still, kann auch nicht so gut Deutsch und ist manchmal etwas verwirrt. Oder auch nervoes, wegen der Grenze.Sie laden mich auf RedBull und Zigaretten ein. In Winterthur schlafe ich in einer Baustelle hinter der Tanke unter dem Vordach des Restaurants, das gerade umgebaut wird. Ich schlafe gut, werde allerdings von Regen geweckt. Continue reading “Spain 2014 – Urlaub auf der Strasse – Teil 1”